Inkontinenz nach Kastration

Jol

Flocke, eine 2-jährige Labradorhündin, wurde wegen Inkontinenz vorgestellt. Seit ihrer Kastration vor ein paar Monaten verlor sie täglich mehrmals kleine Urintropfen oder entleerte ihre Blase vollständig. Flockes Inkontinenz wurde schulmedizinisch mit Hormontabletten behandelt. Da sich die lebhafte, freundliche und verspielte junge Hündin durch die täglich verabreichten Hormongaben wesensmäßig veränderte und sehr müde und ruhig wurde, wollten ihre Besitzer eine alternative Therapie versuchen.

Flocke erhielt zu Beginn der Behandlung ein für sie passendes Homöopathikum, welches sowohl ihrer Erkrankung als auch ihrer gesamten Konstitution gerecht werden sollte. Zusätzlich wurden in wöchentlichen Abständen 3 Akupunktursitzungen durchgeführt, die auch eine Entstörung der Kastrationsnarbe mit dem Laser beinhalteten. Der erste Erfolg zeichnete sich ab, da Flocke ca. 6 - 10 Tage nach den jeweiligen Akupunkturbehandlungen erst wieder inkontinent wurde.

Um den Zeitraum bis zum Auftreten einer erneuten Inkontinenz zu verlängern, wurde das Homöopathikum in einer höheren Potenz eingegeben und eine chinesische Arzneimitteltherapie eingeleitet. Flocke erhielt chinesische Kräuter zur Stärkung der Nieren, da laut TCM (Traditionelle Chinesische Medizin) eine Inkontinenz mit einer sog. "Nieren-Yang-Leere" einhergeht.

Mittlerweile ist Flocke erst nach 9 Wochen erneut inkontinent geworden. Um die Zeitspanne noch weiter auszudehnen, wird das auf sie zugeschnittene Homöopathikum in aufsteigenden Potenzen und somit immer seltener gegeben. Die chinesische Kräuterrezeptur wird weiterhin verabreicht. Flocke ist wieder die lebhafte, lebenslustige Hündin, die begeistert auf jede Spielaufforderung seitens ihrer Artgenossen oder ihrer Zweibeiner eingeht.