Epileptische Anfälle – mehrere Falldarstellungen

Lemming

Angel – Epilepsie bei einer Retrieverhündin

Angel, eine 8-jährige Retrieverhündin, litt seit mehreren Jahren an Epilepsie. Die epileptischen Anfälle traten nur vor, während und nach der Läufigkeit (Hitze) 2x im Jahr auf, standen also eindeutig in Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen. Angel hatte mindestens 6 Anfälle pro Jahr. Vorzeichen eines epileptischen Anfalls bei ihr waren u.a. eine steife Hinterhand mit nach oben gestellter Rute und rasches Aufsuchen ihrer Menschen, um nicht alleine zu sein. Ihre Besitzer setzten sich während der Anfälle zu ihr auf den Boden, hielten sie im Arm und redeten ihr gut zu. Im schlimmsten Fall dauerte ein Anfall bis zu 30 Minuten. Die Retrieverhündin war danach völlig erschöpft.

Angel erhielt ein sog. „Konstitutionsmittel“, welches ihr „Gesamterscheinungsbild“ umfasste, also ihre körperliche, geistige und seelische Verfassung mit allen Besonderheiten berücksichtigte. Das für sie passende Mittel wurde 2x wöchentlich einige Zeit vor der zu erwartenden Läufigkeit eingegeben und mehrere Wochen nach der Hitze wieder abgesetzt.

Mit Hilfe dieses Homöopathikums konnte die Anzahl der epileptischen Anfälle auf 2, maximal 3 pro Jahr reduziert werden. Kündigt sich ein Anfall durch die oben aufgezeigten Verhaltensweisen von Angel an, erhält sie ein weiteres homöopathisches Mittel, welches die Dauer und die Heftigkeit eines epileptischen Anfalls reduziert. Angels Anfälle verlaufen seitdem viel ruhiger, dauern nur noch einige Minuten und führen nicht mehr zu einer totalen Erschöpfung.

Bacardi – Epilepsie bei einem Hamster

Lemming

Bei Bacardi, einem jungen Hamster, trat der erste epileptische Anfall schon kurze Zeit, nachdem das Tier in sein neues Zuhause eingezogen war, auf. Der Hamster krampfte mit den Vorderbeinchen, hielt sich an den Gitterstäben fest und konnte von diesen nicht mehr gelöst werden.

Die Heftigkeit und Dauer der Anfälle nahm von Mal zu Mal zu, so dass befürchtet wurde, dass das Tier irgendwann im sog. „Status epilepticus“ (außergewöhnlich lang anhaltender epileptischer Anfall oder eine Serie von epileptischen Anfällen) bleiben würde.

Bacardi erhielt ein einziges Globuli des für ihn passenden Homöopathikums. Erst nach 6 Wochen trat ein weiterer epileptischer Anfall auf. Nach einigen weiteren homöopathischen Gaben war der Hamster anfallsfrei.


Luna – Epilepsie bei einer Malteserhündin

Luna, eine 2-jährige Malteserhündin, wurde wegen massiver Atemgeräusche, die nur bei starker, freudiger Erregung auftraten, vorgestellt. Da die Hündin organisch völlig gesund war und es keine Erklärung für ihre Beschwerden gab, wurde der nächste „Anfall“ per Handykamera aufgenommen.

Es zeigte sich, dass das Tier vor dem Auftreten der eigentliche Symptome eine sog „Aura“ hatte. Unter einer „Aura“ versteht die Neurologie bestimmte (eingebildete) Sinneswahrnehmungen, die einen kurz danach eintreffenden epileptischen Anfall ankündigen. Luna hatte eine „olfaktorische Aura“, d.h., sie schien eine Halluzination bezüglich des Geruchssinnes zu haben, da sie sich immer die Nase leckte. Daraufhin folgte der eigentliche Anfall mit den Atemgeräuschen. Jeder epileptische Anfall lief nach dem gleichen Muster ab und dauerte nur wenige Minuten.

Luna erhielt nur eine einzige Gabe (5 Globuli!) des für sie passenden Homöopathikums. Erst 1 Jahr später trat erneut ein Anfall in abgeschwächter Form auf.